Kalte, graue Wintertage schlagen sich zurzeit bei vielen Menschen aufs Gemüt. Wenn Sie lieber zuhause bleiben, Lust auf Süßes haben und sich antriebslos fühlen, dann kann es schon sein, dass sich die Symptome einer Winterdepression, die in ihrer leichten Form auch als Winterblues bezeichnet wird, bemerkbar machen.

Was passiert zu dieser Jahreszeit im Körper? Durch den Lichtmangel kommt es bereits im Herbst – wenn die Tage kürzer werden – zu einer hormonellen Umstellung, die von einer verminderten Ausschüttung des Glückshormons Serotonin und gleichzeitig von einer vermehrten Produktion des Schlafhormons Melatonin begleitet ist. Dabei stellen sich ein erhöhtes Schlafbedürfnis und Antriebslosigkeit ein. Wichtig ist, dass eine Winterdepression nicht mit einer anderen Krankheit, wie zB einer Schilddrüsenunterfunktion oder einem chronischen Müdigkeitssyndrom, das infolge einer Virusinfektion auftreten kann, verwechselt wird. Eine medizinische Abklärung ist auf jeden Fall empfehlenswert!  Auch wenn es kurios klingt: Das „Positive“ an einer  Winterdepression ist, dass es sich um ein saisonal  bedingtes Phänomen handelt, das sich im Frühjahr wieder bessert, wenn die Zahl der Sonnenstunden zunimmt. Und darin liegt auch die Lösung des Problems. Doch wer will schon bis zum Frühjahr warten?

Mein Tipp: Machen Sie am besten täglich um die Mittagszeit einen 20-minütigen Spaziergang, wenn es Ihre Zeit erlaubt. Egal, ob es draußen grau in grau ist oder schneit, gehen Sie auf jeden Fall an die frische Luft. Durch regelmäßige Bewegung wird nicht nur das Herz-Kreislaufsystem aktiviert, sondern auch der Serotoninspiegel erhöht, was zu einer Stimmungsaufhellung führt. Wenn das nicht ausreicht, können Sie auch eine Tageslichtlampe aufstellen. Darüber hinaus sollten Sie sich vitamin- und mineralstoffreich ernähren. Ein Glas frisch gepresster Orangensaft zum Frühstück, ist nicht nur ein wertvoller Vitamin C-Lieferant fürs Immunsystem, sondern auch ein richtiger Muntermacher! Wenn die Stimmung den Nullpunkt erreicht, helfen Johanniskrauttee bzw. Johanniskrautpräparate. Aber Vorsicht: So hilfreich Johanniskraut bei Lichtmangel ist, bei anderen Formen einer Depression nützt es kaum! Vergessen Sie nicht darauf, viel zu trinken und achten Sie auf helle, frische Farben. Sie stimulieren die Sinne positiv und verbreiten gute Stimmung!